Zum Jahreswechsel stöbere ich in den Fotos der vergangenen Monate. In Gedanke n schweife ich zurück zu den warmen Sommernächten auf der Bretange-Insel – die Milchstraße zu fotografieren auf Belle-Ile-en-Mer, das war ein tolles Erlebnis gewesen! Entlang der felsigen Küstenlinie hatten wir tagsüber zahlreiche Wanderungen unternommen. Und nachts!? Nachts war es dunkel und der Sternenhimmel war klar zu sehen!

Dunkle Nacht auf Belle-Ile-en-Mer

Milchstrasse fotografieren auf Belle-Ile-en-Mer (Photo-Blog Suitbert Monz)

Unsere Ferien-Unterkunft lag an einer Bucht mit einem riesigen Sandstrand. Außer der Beleuchtung des Hauses gab es weit und breit keine Straßenlaterne zu sehen. Nur der Leuchtturm der Insel warf in regelmäßigen Abständen sein Licht über die Landschaft. So viele Sterne wie in Belle-Ile habe ich aber bisher nur in Abisko oder auf der Insel Alderney gesehen.

Wenn man auf Belle-Ile einen total dunklen Ort sucht, muss man auf der Landkarte eine „Leuchtturmfreie Zone“ suchen. Dann findet man zur Himmelsbeobachtung und Nachtfotografie noch idealere Plätze. Sicher aber deutlich besser, als im heimischen Rhein-Main-Gebiet.

Milchstraße fotografieren

Milchstrasse fotografieren auf Belle-Ile-en-Mer (Photo-Blog Suitbert Monz)

Mit einer Taschenlampe ausgestattet ging es dann nach Mitternacht zum Strand hinunter. Im weichen Sand liegend konnten wir den Himmel beobachten und die Schönheit der Milchstraße bestaunen. Stativ und Kamera waren schnell installiert und mit der Handy-App als Fernsteuerung konnte ich viele schöne Aufnahmen vom Nachthimmel machen. Nur einmal wurde unsere Foto-Session von einem mit einer Taschenlampe bewaffneten Nachtwanderer „gestört“. Nachdem er sich von der Seriosität unseres Tuns überzeugt hatte, zog er wieder freundlich weiter. So konnten wir noch eine Weile länger die Milchstraße bewundern.

Wo findet man noch einen dunklen Himmel?

Milchstrasse fotografieren auf Belle-Ile-en-Mer (Photo-Blog Suitbert Monz)

Für uns mitteleuropäische Städter ist das auf keinen Fall selbstverständlich! Wer auf der Landkarte Lightpollutionmap seinen Wohnort betrachtet, wird die dort vorhandene Verschmutzung durch künstliche Beleuchtung erkennen. Daher gelingt es mir zuhause kaum oder nur unzureichend Sterne oder Sternengebilde am Himmel zu beobachten und zu fotografieren. Um einen Himmel ohne oder mit geringer Lichtverschmutzung vor die Linse zu bekommen, muss man oft weit fahren.

Wer auf der Suche nach „dunklen Orten“ zum Fotografieren ist, kann sich auf der oben genannten Karte oder auch bei der International Dark Sky Association informieren. Dort gibt es auch Hinweise zu interessanten Sternenparks auf der ganzen Welt. Vielleicht ist da ja noch ein guter Ort für Nachtaufnahmen zu entdecken!?

Welche dunklen Orte kennt ihr als Geheimtipp zum Fotografieren bei Nacht?

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