Das Europäische Parlament bereitet eine Einschränkung der Panoramafreiheit vor. Hierüber soll am 9. Juli 2015 schließlich abgestimmt werden. In zahlreichen Veröffentlichungen wird in der Zwischenzeit darüber diskutiert und über die Auswirkungen gesprochen. Viele Betroffene oder auch Organisationen, wie zum Beispiel FREELENS e. V., nehmen Stellung dazu.

Worum geht es? Es geht um Aufnahmen, die im öffentlichen Raum oder Fotos, die von öffentlichen Gebäuden gemacht werden. Sichergestellt werden soll anscheinend eine ausreichende Berücksichtigung der Urheber, wie z. B. der Architekten dieser Gebäude. Die Konsequenz wäre, dass eine Weiterverwendung eines solchen Fotos in einem sozialen Netzwerk oder aber zum Verkauf nicht mehr möglich wäre. In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, ist dieses Thema eigentlich klar geregelt. Wozu brauchen wir also noch eine Regelung aus Brüssel?

Keine Einschränkung der Panoramafreiheit!

Wer hat sich in Brüssel mal überlegt, wie sich ein solcher Beschluss in der Praxis auswirken würde!? Gibt es in Zukunft vor jeder Veröffentlichung eines solchen Fotos die Pflicht, bei dem jeweiligen Erbauer anzufragen? Wie soll das denn funktionieren? Soll man in Zukunft in einem Stadt-Panorama bestimmte Gebäude schwärzen? Wer hätte tatsächlich einen Vorteil davon?

Schon heute gibt es zahlreiche Regelungen, die die Rechte der Urheber oder Eigentümer berücksichtigen. Haben Sie beispielsweise schon mal in einem Zoo fotografiert!? Das ist vielleicht juristisch kein komplett öffentlicher Raum, zeigt aber, mit welchen Vorschriften man dann plötzlich zu tun hat!

Für mich zeigt diese Debatte nur eines: Wir werden anscheinend von Bürokraten regiert, die entweder fern der Wirklichkeit eine immer weiter fortschreitende Reglementierung ihrer Bürger betreiben oder aber der Lobbyarbeit zu reinen wirtschaftlichen Gewinnzielen unterworfen sind. Wer wundert sich da wirklich, dass die Wahlbeteiligungen auf immer wieder neue Rekordtiefs fallen? Gibt es nicht wichtigere Dinge in Europa zu regeln? Dinge, die der Allgemeinheit zudem tatsächlich nutzen würden?

In vielen Kampagnen kann man zur Rettung der Panoramafreiheit seine Stimme erheben. Als Beispiel sei hier die Unterschriften-Aktion von Nico Trinkhaus erwähnt. Die Zeit drängt!

Rettet die Panoramafreiheit (Photo-Blog Suitbert Monz)

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1 Kommentar

  1. Geschafft! Das EU-Parlament hat die Panorama-Freiheit weitgehend erhalten! Zahlreiche Berichte hierzu finden sich bereits im Netz, hier als Beispiel der Artikel der FAZ. Vielen Dank an alle Aktiven, die sich so engagiert für dieses wichtige Thema eingesetzt haben!

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