Off-Topic: Ich kenne Dich – Kontakte im #neuland

Ich kenne Dich Kontakte im #neuland (Photo Blog Suitbert Monz)Wann kann ich sagen „Ich kenne Dich!?“ Dies ist eine schwer zu beantwortende Frage. Im echten Leben, wo mir Mensch täglich begegnen, aber auch im Internet, in „virtuellen Welten“. Sicher hat jeder ein unterschiedliches Empfinden, ab wann er von einem echten „Kennen“ sprechen würde. Manch einer gibt sich mit den Erkenntnissen aus einer relativ kurzen Zeit zufrieden, andere wiederum brauchen eine sehr lange Zeit, bis sie diesen Zustand als erreicht ansehen würden.

Doch wie verhält es sich mit dem Kennen einer anderen Person in den sozialen Netzwerken? Gehen wir mal davon aus, dass ich den Anderen zunächst nicht persönlich kannte. Der direkte Kontakt, das Sich-Gegenüberstehen, die direkte Begegnung hat noch nie stattgefunden. Stattdessen lese ich Tweets und Posts, die mich aus irgendeinem Grund heraus interessiert haben oder aufmerksam gemacht haben. Gewissermaßen der erste Kontaktpunkt. Ich folge dem Autor oder abonniere seine Inhalte.

Ab diesem Zeitpunkt beginnt das „Kennenlernen“. Ich lese die Beiträge regelmäßig. Die Themen und Meinungen des Anderen werden Stück für Stück sichtbar. Seine Hobbies, seine Kontaktpersonen, aber vielleicht auch der Tagesablauf, sein Ärger und seine Zweifel werden für mich sichtbar. Aber Moment – nur um das klar zu stellen: Es geht hier nicht um Stalking! Ich lese nur das, was der andere von sich preisgibt. Das gehört für viele Menschen heute einfach dazu. Und jeder kann schließlich immer noch selbst bestimmen, wo seine private Grenze ist!

Über die Timeline kennenlernen

Neben der Tatsache, dass ich so immer mehr an den Themen des Anderen teilhabe, ergeben sich noch weitere Aspekte des Kennenlernens: Der Andere ist immer da, er ist in meiner „Timeline“, nicht zum Greifen, aber immerhin regelmäßig zu Lesen. Und damit auch relevant, nah und immer präsent. Diese Art des Kontakts ist sicher ein anderer als der persönliche Kontakt mit einem Menschen, dafür aber dennoch von einer gewissen Qualität.

Natürlich besteht das Kennenlernen nicht nur aus dem Konsum der Nachrichten der Anderen. Wenn mich ein Thema und der damit verbundene Mensch beginnen zu interessieren, äußere ich meine Zustimmung – gefällt mir! Oder ich teile den Beitrag an meine Bekannten und unterstreiche damit die jeweilige Aussage. Ich schreibe ihm. Damit wird der ursprüngliche Schreiber auf mich aufmerksam. Es entsteht so ein erster, kleiner Kontakt. Wiederholt sich dieser Vorgang, wird daraus auch mehr gegenseitige Sichtbarkeit. Und das ist doch schon so ähnlich aus wie im „echten“ Leben, oder?!

Welchen Stellenwert oder welche Bedeutung solche Kontakte für jeden Einzelnen haben, ist sicher sehr unterschiedlich. Sein Leben allein auf „virtuelle Beziehungen“ zu stützen, ist sicher nicht umfassend genug und würde mir auch nicht ausreichen. Als zusätzliche Kontaktmöglichkeit sehe ich meine Follower und Fans in den sozialen Netzwerken jedoch als absolute Bereicherung meines Lebens an. Was sich dann aus diesen Kontakten in der realen Welt ergibt, kann man ja nach eigenem Befinden selbst weiterentwickeln.

Uwe Hauck @bicyclist kennengelernt

Vor einiger Zeit habe ich, etwa in der Art wie hier beschrieben, Uwe Hauck, @bicyclist, aus Schwäbisch Hall „kennengelernt“. Und so folge ich auch schon seiner Krankheitsgeschichte eine längere Zeit. Ich konnte Uwe kürzlich in einem Interview ein paar Fragen stellen. Seine Geschichte hat mir unter anderem auch gezeigt, dass der „virtuelle“ Kontakt über die sozialen Netzwerke einen Wert an sich darstellt. Für jeden sicher unterschiedlich gelagert, aber auch oft bereichernd und hilfreich.

Es ist nun mal wie im „echten Leben“: Entweder man macht etwas daraus oder eben nicht! Uwe hat etwas für sich aus den Kontakten in den sozialen Netzwerken gemacht. Darüber bin ich froh. Und ich bin dankbar, dass ich ein Follower sein durfte!

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