Off-Topic: Blogparade „So will ich leben, wenn ich mal 65+ bin“

Wohnen im Alter (Photo-Blog Suitbert Monz)In einer Blogparade beschäftigt sich das Blog Gothaer2Know mit dem Thema „So will ich leben, wenn ich mal 65+ bin“. Auch wenn ich hierzu für mich noch keine abschließende Meinung gefunden habe, möchte ich aus dem sicher vielschichtigen Themenbereich gerne den Aspekt des Wohnens im Alter herausgreifen und meine Sicht der Dinge darstellen.

Altersgerechtes Wohnen ermöglichen

Viele Bürger in Deutschland streben heute immer noch ein eigenes Haus als ideale Wohnform für die Zukunft an. Sicher ist die Idee, meist im Zusammenhang mit einer Familiengründung umgesetzt, eine gute Wahl, um viele Aspekte des Wohnens scheinbar ideal umzusetzen. Die eigenen vier Wände, Unabhängigkeit vom Vermieter, Werterhalt oder mietfreies Wohnen im Alter sind sicher Aspekte, die durchaus positiv und überzeugend sind.
Doch spätestens wenn die Kinder aus dem Haus sind, wenn die Hälfte des Familiendomizils leer steht und die Eltern dann alleine in dem großen Haus wohnen, stellt sich die Frage, wie es damit nun weiter gehen soll. Es stehen vielleicht teuere Renovierungen an, ein Umbau in eine altersgerechte Nutzung ist ggf. angeraten. Man könnte überlegen, das Haus zu teilen und so eine besser nutzbare Verwendung zu realisieren. Das staatliche KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ unterstützt Hausbesitzer in solchen Vorhaben.

Besser wäre es aber doch, wenn solche Überlegungen gleich schon in der Entstehungsphase eines Hauses mit einbezogen würden. Warum das Haus nicht gleich in Form eines Zwei-Familienobjektes planen!? Oder von Beginn an eine Einliegerwohnung zu ergänzen. In späteren Jahren, könnte dann z. B. eines der Kinder oder aber eine Pflegekraft, die dann schon vorhandene Zweitwohnung nutzen! Eine Checkliste, die Punkte für ein vorausschauendes Bauen in diesem Sinne enthält, könnte vielen Bauherren helfen. Letztlich hilft dieser Ansatz, die Kosten für die Rentner der Zukunft zu senken!

Wohnen im Alter finanzieren

Mir wäre es sehr wichtig zu wissen, dass ich im Alter in den „eigenen vier Wänden“ wohnen bleiben kann. Damit liege ich sicher im allgemeinen Meinungstrend zu diesem Thema. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie dieses Vorhaben in Zeiten sinkender Renten bezahlbar bleiben kann. Mir fehlt in diesem Thema eine breite öffentliche Diskussion über tatsächlich innovative Formen der Finanzierung. Wie kann eine „Rentner-WG“ oder ein Mehr-Generationen-Haus stabil finanziert werden? Kann ein Hausbesitzer Haus und Grundstück einbringen und dieses mit jüngeren Mitbewohnen „teilen“ (Sharing-Economy)? Welche „Leistungen“ werden innerhalb eines Mehr-Generationenhauses wie verrechnet? Kann z. B. die Beaufsichtigung von Kindern im Haus mit Pflegeleistungen „gegengerechnet“ werden? Oder funktioniert alles „nur“ auf allgemeinen „irgendwie geht es schon“-Basis?

Sicher gibt es schon viele gute Beispiele, in denen einiger dieser Fragen gelöst wurden und von deren Erfahrungen man lernen kann. Ich würde mich über Hinweise hierauf in den Kommentaren zu diesem Artikel sehr freuen.

2 thoughts to “Off-Topic: Blogparade „So will ich leben, wenn ich mal 65+ bin“”

    1. Hallo Thomas,
      ja, man wird eben nicht jünger 😉 Danke für den interessanten Hinweis, schaue ich mir mal an!
      Schöne Grüße
      Suitbert

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